akzept e.V.

Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik

Drogenpolitik

Seit 2014 veröffentlicht akzept in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe und wechselnd
auch mit JES jährlich den ADSB mit dem Ziel, den bei einer Vielzahl von drogenpolitikbedingten Fragen feststellbaren Reformstau zu thematisieren.
Die Herausgeber wollen mit diesem nun jährlich erscheinenden Alternativen Drogen- und Suchtbericht die Unzufriedenheiten mit der nationalen Drogenpolitik bündeln, Wege der Veränderungen beschreiben und die dringend erforderliches Ergänzungen zum Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung liefern.

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Alternativer Drogen- und Suchtbericht

Der 9. Alternative Drogen-und Suchtbericht wurde am 29.11.2022 in einer online-Pressekonferenz vorgestellt. Er ist bei Papst Science Publishers (www.pabst-publishers.com; pabst@pabst-publishers.com) erschienen, gedruckt (ISBN 978-3-95853-807-8) und als eBook (ISBN 978-3-95853-808-5). Erste mediale Berichte: https://www.swr.de/swr2/wissen/alternativer-drogen-und-suchtbericht-2022-wird-vorgestellt-100.html  und zur akzeptierenden Drogenarbeit: https://www.inforadio.de/rubriken/berlin-und-brandenburg/beitraege/2022/11/akzeptierende-drogenarbeit—wie-laeuft-das-.html  Siehe auch https://alternativer-drogenbericht.de

Am 15. 07.2021 wurde der nunmehr 8. Alternative Drogen- und Suchtbericht in einem Online-Meeting der Öffentlichkeit vorgestellt. Schwerpunkt ist diesmal das Thema Alkohol – aus gesundheitlicher wie politischer Sicht. Der Bericht erscheint wieder bei Pabst Science Publishers (www.pabst-publishers.com; pabst@pabst-publishers.com): (Print: ISBN 978-3-95853-717-0)  und als eBook (ISBN 978-3-95853-718-7). Zu zwei Texten sind die umfangreichen Literaturangaben hier abrufbar: 1) Alkohol – wie abhängig sind Hilfe und Stigmatisierung voneinander? (Sören Kuitunen-Paul, Carolin Kilian, Annette Binder, Mathias Luderer, Daniela Reichl, Sven Speerforck): Literatur1
und 2) Folgen des leichten bis moderaten Alkoholkonsums in Deutschland (Carolin Kilian, Jakob Manthey & Christina Lindemann):
Literatur2  Die Pressemitteilung; Siehe auch https://alternativer-drogenbericht.de
und der Pressespiegel
Von vier Beiträgen gibt es jetzt eine Broschüre in englischer Sprache: Clippings 
Kontakt: akzeptbuero(a)yahoo.de.

Der 7. Alternative Drogen- und Suchtbericht wurde am 07.10.2020 in Berlin vorgestellt. . Die Pressemitteilung und der Bericht sind auf https://www.alternativer-drogenbericht.de verfügbar. Der Livestream der Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=u2RZXrrwudc&feature=youtu.be&fbclid=IwAR00dr8X6Jqo3iYWrDQ_8B_kTKbPTtl_eK9c6arUe-iywaTQYpVpXno5OgE
Und auf Facebook: https://www.facebook.com/deutscheaidshilfe/posts/3362865750425751
Der Pressespiegel Stand 16.10.2020

Der 6. Alternative Drogen- und Suchtbericht wurde am 27.06. 2019 in Berlin vorgestellt.
Die digitale Pressemappe:
http://www.akzept.org/uploads0517/PressemappeADSB18.pdf
und der Bericht: http://www.akzept.org/uploads0517/akzeptADSB2018web.pdf

Der Bericht ist zu beziehen über den Verlag pabst publishers: http://www.pabst-publishers.com,
den stationären und den online-Buchhandel unter den ISBN Nummern: 978-3-95853-409-4 (print),
e-Book: 978-3-95853-410-0 (http://www.ciando.com)
Einige Pressestimmen: http://www.akzept.org/uploads0517/PresseADSBbis2906.pdf

Drogenpolitik National

 

Meldungen

Der 21. Juli eines jeden Jahres wird als Gedenktag für die an den Folgen des Drogenkonsums verstorbenen Menschen begangen.
Seit der Gedenktag vor 25 Jahren von Dorothea Klieber, der Mutter eines Drogentoten, ins Leben gerufen wurde, hat sich die Beteiligung sttig vergrössert. Dieses Jahr nahmen 90 Städte mit Aktionen teil. Der Gedenktag will vor allem darauf aufmerksam machen, dass Drogentod durch humanere und wissenschaftlich fundierte Drogenpolitk vermeidbar ist (anstelle ideologischer Politikansätze).
Die Presseerklärung von Burkhart Blienert macht Hoffnung: https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/presse/
Die Presseerklärung von JES-Bundesverband: https://www.jes-bundesverband.de/2022/07/pressemitteilung-zum-gedenktag-2022/

Die Zahl der Drogentoten hat im Jahr 2021 mit 1826 Personen den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Das gab der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), zum 25. Nationalen Drogentotengedenktag bekannt.
Im Jahr 2000 wurde der bisherige Höchststand mit 2030, der niedrigste 2012 mit 944 Menschen verzeichnet.
Durch eine Überdosis Heroin starben im vergangen Jahr 195 Menschen und damit 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Infolge des Konsums von Opioidsubstitutionsmitteln starben 88 Menschen – ein Anstieg um 167 Prozent. Als Substitutionstherapie wird die Behandlung opioidabhängiger Patienten mit Ersatzstoffen bezeichnet.
Die Vergiftungen im Zusammenhang mit Amphetamin stiegen demnach um 149 Prozent auf 92 Todesfälle. Auch die Todesfälle in Verbindung mit Methamphetamin sowie Kokain und Crack nahmen deutlich zu. Umso wichtiger ist es, jedes Jahr von Neuem auf dieses Problem hinzuweisen und drogenpolitsche Lösungen anzumahnen.

Am 15. Juni 2022 fand in Frankfurt/Main die Fachtagung Drug-Checking statt. Sie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.
Die Beiträge der Referent*innen finden Sie nachfolgend hier – soweit sie zur Veröffentlichung freigegeben wurden.
akzept veröffentlichte gemeinsam mit Partner-Organisationen ein Positionspapier zur Einführung von Drug-Checking in Deutschland.
Die Vorträge:
Iciar Indave, EMCDDA: Drug-Checking in Europa
Daan van der Gouwe: DIMS – Dutch Market
Rüdiger Schmolke, Karsten Tögel-Lins: Stand der Dinge
Urs Köthner: Drug-Checking in Drogenkonsumräumen
Zwei Impressionen:

Auf den erneuten starken Anstieg der Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen hat das Team von NALtrain mit einer Pressemitteilung reagiert. Die PM des Beauftragten für Sucht- und Drogenfragen: https://www.bundesdrogenbeauftragter.de/presse/detail/1826-maenner-und-frauen-in-deutschland-2021-an-illegalen-drogen-verstorben-zahl-erneut-gestiegen/?s=03

akzept hat ein ECKPUNKTE-Papier zur Umsetzung der Regulierung der Abgabe von Cannabis an Erwachsene vorgestellt.

Ein Interview des Spiegel (Nr.12 vom 19.03.2022) mit Burkard Blienert.

Der Deutsche Hanfverband (DHV) stellt ein Eckpunktepapier zur Legalisierung von Cannabis vor.

Die DGSAS hat eine Stellungnahme zur Legalisierung unter dem Gesichtspunkt der Sozialen Arbeit veröffentlicht.

Zu den Regulierungsplänen der Bundesregierung gibt es Stellungnahmen aus akzept-Kreisen und von Fachverbänden.
Mudra Nürnberg; Condrobs München; FDR; Regulierung in der Schweiz.
Die Position der DHS gemeinsam mit Fachverbänden der Suchtmedizin.

Einen Vortrag der DG SAS zur Cannabisfreigabe und sozialer Arbeit finden Sie hier: https://www.dg-sas.de/de/stellungnahmen/veroffentlichungen/

Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Burkhard Blienert wurde zum Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen ernannt. Damit wird dieses Amt nun von einem fach- und sachkundigen Gesundheitsexperten ausgeführt.  https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/lauterbach-ernennt-die-beauftragten-seines-geschaeftsbereichs.html

In einem ersten Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland umreißt er seine drogenpolitischen Vorstellungen: https://www.rnd.de/politik/wann-ist-cannabis-legal-drogenbeauftragter-burkhard-blienert-im-rnd-interview-S54474WRJZGIJNO2I2BDSNV2QE.html

Bereits 2015 veröffentlichte die Friedrich-Ebert-Stiftung ein Positionspapier des Arbeitskreises Drogenpolitik (Koordinator: Burkhard Blienert, MdB) Von Repression zu Regulierung – Eckpunkte einer sozialdemokratischen Drogenpolitik , das nachlesenswert ist.

Junge Welt Seite 4: Urs Köthner im Interview zur neuen Cannabis Politik: https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2022/02/jw-2022-02-01-0.pdf

Zur Drogenkonsumräumen äusserte sich Heino Stöver hier:https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2022/02/Intervie-H.Stöve-2022-01-18DKR.m4a

Interview mit Tibor Harrach zu Drug Checking im Tip Heft 3/2022: https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2022/02/Artikel_TIP_Berlin_Heft_3_2022_Interview_Harrach_Drugchecking_.pdf

Ob Tabak oder Cannabis: Der Frankfurter Suchtforscher Heino Stöver empfiehlt Schadensreduktion statt sofortige Abstinenz. Für starke Raucher gebe es Besseres als Nikotinpflaster – ein Artikel in der FAZ.

Hier ein weiteres Interview mit Heino Stöver zur aktuellen Drogenpolitik, derzeit ist akzept bei der Presse sehr gefragt.

Urs Köthner wirkte mit an einer Sondersendung zur Drogenszene in Hamburg von Spiegel TV „Hartes Deutschland“. Etwas grob dargestellt kommt letztlich doch eine richtige Botschaft rüber- schauen Sie selbst: https://www.dropbox.com/s/liqdnefu3hjen0h/RTL2_Hartes%20Deutschland_Die%20Story_Hamburg%20Drogentor%20zur%20Welt%20Folge%201.mp4?dl=0

„Plötzlich legal?“ – Entkriminalisierung und die Auswirkungen auf die Beratungsarbeit 50 Jahre Release Stuttgart – NEXT STEPS – Aktuelle und zukünftige  Themen für die Arbeit mit drogenkonsumierenden Menschen – ein Beitrag von Heino Stöver am 04.11.2021 in Stuttgart.

Der neue Stimmenfang-Podcast zur Cannabis-Legalisierung ist heute erschienen: im player:  http://SPIEGEL.de: https://www.spiegel.de/thema/podcast_stimmenfang/
Bei Spotify: https://open.spotify.com/episode/02UOMW5CTVA5g4uoXsA27b

Die Deutsche Aidshilfe (DAH) hat einen Artikel zur gegenwärtigen Drogenpolitik und den notwendigen Schritte veröffentlicht: https://magazin.hiv/magazin/cannabis-legalisierung-drogenpolitik/

Anläßlich der 11. Europäischen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft  vom 02.09. bis 03.09.2021 hielt Klaus Jünschke einen Vortrag zu Isolationshaft, auf den wir hier besonders hinweisen möchten: https://magazin.hiv/magazin/isolation-toetet-einzelhaft/

Meine ersten 48 Stunden in Freiheit. Umfassende Ansätze zu Interventionen mit Take-Home-Naloxon vor und nach der Entlassung von Drogenkonsument*innen aus dem Strafvollzugssystem ist in deutscher Übersetzung verfügbar.

Die Beschlüsse der 94. Gesundheitsministerkonferenz (GMK, 2021) sehen unter TOP: 11.2 eine Optimierung der Hilfestrukturen bei Abhängigkeitserkrankungen vor: https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=1144&jahr=

Aktuelle Stellungnahmen und Forderungen zu Änderungen in der Drogenpolitik wurden anläßlich der bevorstehenden Bundestagswahlen von mehreren drogenpolitisch engagierten Fachgesellschaften  veröffentlicht. Das Expertennetzwerk Schildower Kreis, Law Enforcement Against Prohibition (LEAP) Deutschland, der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik (Akzept), die Deutsche Aidshilfe (DAH), der Deutsche Hanfverband (DHV), der Safer-Nightlife-Bundesverband Sonics und der Bundesverband Junkies, Ehemalige, Substituierte (JES) setzen sich seit langer Zeit für eine bessere, evidenzbasierte Drogenpolitik ein. Ihr gemeinsames Statement. Reaktionen zum Statement:
von Hans Cousto https://blogs.taz.de/drogerie/2021/09/15/forderungen-fuer-die-deutsche-drogenpolitik/
von der Landesstelle für Suchtfragen Hamburg: https://www.landesstelle-hamburg.de/2021/09/13/akzept-e-v-deutsche-aidshilfe-und-andere-veroeffentlichen-zentrale-forderungen-zur-drogenpolitik-fuer-die-bundestagswahl/

LEAP hat einige Video-Stellungnahmen zur Drogenpolitik online gestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=Xka0lxwkBqo – Richter Andreas Müller
https://www.youtube.com/watch?v=EYsJtVvwsRo – Hubert Wimber
https://www.youtube.com/watch?v=Fl5N3MA1tqc – Burghard Blienert
https://www.youtube.com/watch?v=odIyhd1oOGw – F. Steinmetz
https://leap-deutschland.de/frank-tempel/ – Frank Tempel

60 Jahre Drogenkontrolle durch Drogenprohibition. Es ist an der Zeit für Alternativen!  Am 30. März 1961, vor 60 Jahren, wurde die sog. Single Convention on Narcotic Drugs der Vereinten Nationen verabschiedet, die 1964 in Kraft trat. akzept hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Die AG Aids & Haft in Bayern (= Münchner Aids-Hilfe e.V., Augsburger AIDS-Hilfe e.V., AIDS-Hilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth e.V.,Bayrische Aids Stiftung) sowie akzept e.V. (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik) und Deutsche Aidshilfe haben ein Positionspapier vorgelegt Für eine wissenschaftlich-basierte Substitutionspraxis in bayerischen Haftanstalten.
Wissenschaftliche Studien belegen mehrfach positive Auswirkungen der Substitutionsbehandlung für Menschen mit Opioidabhängigkeit, den Justizvollzug und die Öffentliche Gesundheit. Dennoch werden Betroffene in bayerischen Haftanstalten nur zögerlich oder gar nicht substituiert. Wir fordern deshalb die Ausrichtung und Beachtung der Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK, 2017) zur Substitutionsbehandlung.

Der SubstitutionsRAT hat der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, fünf Fragen zu ihrem Engagement für die Substitution und ihre Einschätzung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Versorgung gestellt. Das Interview: https://www.youtube.com/watch?v=TVcwWN0TUpc

Der Rat der Europäischen Union hat eine neue EU-Drogenstrategie für die Jahre 2021–2025 beschlossen.Dazu die Pressemitteilung der Drogenbeauftragten.

Nach dem Krieg gegen die Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang. Die deutsche Übersetzung des Textes von Transform (UK), herausgegeben von akzept e.V.:  https://www.akzept.eu/wp-content/uploads/2020/12/Blueprint12web.pdf
Das Buch ist auch von akzept zu beziehen.
Die Zusammenfassung ist ebenfalls von akzept übersetzt und herausgegeben.

Zeit für eine neue Normalität – Substitutionsversorgung langfristig und nachhaltig verändern.
Ein Positionspapier zur SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung für eine adäquate, medizinische Versorgung von PatientInnen mit Opioidabhängigkeit empfiehlt aufgrund der positiven Erfahrungen mit den Flexibilisierungen eine Reihe von Maßnahmen der SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgung in den Regelbetrieb zu übernehmen.
Das Positionspapier wurde erarbeitet von:
Deutsche Aidshilfe e.V. ;  akzept Bundesverband e.V. ;  JES Bundesverband e.V.; • AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. ;  Freiraum Hamburg e.V. ; VISION Köln e.V. mit Unterstützung durch Indivior Deutschland GmbH.

akzept und Deutsche Aids Hilfe unterstützen Petition für eine drogenpolitische Fachkommission der Initiative #mybrainmychoice: www.change.org/p/frau-ludwig-engagieren-sie-eine-unabh%C3%A4ngige-fachkommission-f%C3%BCr-eine-neue-drogenpolitik
Die Begündung lesen Sie hier. Wir freuen uns über viele weitere UnterstützerInnen!

Im Online Magazin des GVS (Gesamtverband Suchthilfe der Diakonie ist ein Beitrag von Heino Stöver erschienen Suchtkrankheit, Delinquenz und Stigmatisierung – wie weiter?  https://www.partnerschaftlich.org/themenmagazine/2020-02/suchtkrankheit-delinquenz-und-stigmatisierung-wie-weiter.html

Ein lesenswerter Text zum Thema Harm Reduction/Drogenpolitik findet sich auf der Seite der Inititative mybrainmychoice (Melissa Scharwey): http://mybrainmychoice.de/harm-reduction/

Und auch der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter erneuerte kürzlich die Forderung nach einer Entkriminalisierungvon Drogengebrauchern: Artikel

Dimensionen der Regulierung war Thema des Beitrages von Heino Stöver zum 1. Antiprohibitionistischen Kongess des Schildowr Kreises am 8. November 2019: Vortrag

Zur Tagung ‚Vom Schaden der Prohibition‚ im November 2019 sind zwei Vorträge abrufbar, und zwar Regulierungsvorschläge für Cannabis und MDMA: http://schildower-kreis.de/tagung/
Bei YouTube sind ferner Videos zu finden, hier Teil 1 der Tagung.

Eine Parlamentarische Bürgerinitiative zwecks Änderung der bestehenden Drogenpolitik im Sinne einer menschenrechtskonformen Drogenpolitik von Schadensminimierung, Eliminierung des Schwarzmarktes, Erhöhung des Jugendschutzes sowie Entkriminalisierung von Drogenkonsumentinnen – kurz Wiener Aufruf genannt kommt aus Wien.

Hier sei auch nochcmals an den Berliner Aufruf vom April 2019 erinnert.

Der Paritätische Bremen hat ein bemerkenswertes Papier zur Entkriminalisierung veröffentlicht: Positionspapier
siehe auch: https://www.paritaet-bremen.de/nachricht-anzeigen/kein-weiter-so-neue-wege-in-der-drogenpolitik.html

Der Vorschlag zum Eigenbedarf kleiner Mengen aller illegalisierten Drogen von Frau Pieroth, drogenpolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen, hat einige Pressereaktionen provoziert und war auch in der ‚Berliner Abendschau‘ mehrfach Thema, hier allerdings mit den sattsam bekannt Vorurteilen ungenügend informierter Sprecher.
Berliner Zeitung:
und auch als pdf:
Tagesspiegel:

Die DAH, JES und akzept haben unter Federführung der DAH ein ‚Medium Drogenpolitik‘ veröffentlicht, das als Handreichung für Abgeordnete des Deutschen Bundestages konzipiert ist:
http://www.akzept.org/uploads0517/MediumDrogenpolitik40SInternet.pdf

Drogenpolitik International

 

Meldungen

SOLID-EXCEED Social work and strengthening NGOs in development cooperation to treat drug addiction is an international research project funded by the German Academic Exchange Service (DAAD) for the period between the years 2020 – 2024. This project consists of educational and research exchange among five research institutions from Germany, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Uzbekistan, and the Public’s Republic China, and is part of the DAAD’s Excellence Network. Coordinated from Frankfurt Institute for Addiction Research. https://solid-exceed.org/

60 Jahre Drogenkontrolle durch Drogenprohibition. Es ist an der Zeit für Alternativen!  Am 30. März 1961, vor 60 Jahren, wurde die sog. Single Convention on Narcotic Drugs der Vereinten Nationen verabschiedet, die 1964 in Kraft trat. akzept hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Ein EU-Projekt untersucht Missbrauch synthetischer Opioide in Europa und Nordamerika. Unter Federführung des Institut für Suchtforschung (ISFF) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Prof. Dr. Heino Stöver) werden die Gefahren inflationärer Verschreibung untersucht um auf diesbezügliche Gesundheitsrisiken in der EU besser vorbereitet zu sein. Hier die Presseinformation dazu.

Die Beckley Foundation hat im Rahmen ihrer Reihe Roadmaps to Regulation einen Bericht zu MDMA veröffentlicht https://beckleyfoundation.org/mdma-report/

Neueste Informationen der EMCDDA über die Auswirkungen von COVID-19 auf Drogenkonsumierende und die Drogenhilfe  (25. 3. 2020) https://www.emcdda.europa.eu/system/files/publications/12879/EMCDDA%20Covid-19%20update_1_23032020_DE.pdf

How to regulate stimulants – a practical guide ist Titel einer gerade erscheinenen umfangreichen Ausarbeitung zur Regulierung von Stimulanzien (Kokain, MDMA, Amphetamin etc.), herausgegeben von Transform Drug Policy Foundation /UK: Regulierung
Transform Drug Policy Foundation is a UK-based charity working interna­tionally to promote drug policy reform. We want to create a world where drug policy promotes health, protects the vulnerable, and puts safety first. The legal regulation of drugs is essential to achieving these goals.
Siehe auch: www.transformdrugs.org

Anlässlich des Gedenktages 21. Juli wurden auf Initiative des Internationalen Netzwerks von Drogengebrauchern (INPUD), wurde in verschiedenen Episoden eine Serie  mit dem  Titel ‚Taking back what ours- Oral History of the movement of people who drugs’‚ Zurückholen, was uns gehört – Die Geschichte der Bewegung von Menschen, die Drogen gebrauchen‘ produziert.
Dieser Teil betrifft Deutschland, Dänemark und Norwegen: https://drogriporter.hu/en/taking-back-whats-ours-3-germany-denmark-norway/
Zwei vorherige Episoden behandeln die Niederlande, Belgien und Frankreich: https://drogriporter.hu/en/taking-back-whats-ours-1-the-netherlands-belgium-france/
und Kanada: https://drogriporter.hu/en/taking-back-whats-ours-2-canada/

British Columbia (Kanada) geht im Zeichen der Covid-19-Pandemie einen mutigen Weg bei der Versorgung von Drogengebrauchern: BC is moving to provide drug users with a take-home supply of regulated substances as part of its COVID-19 pandemic response strategy for vulnerable populations. The City of Vancouver and drug-policy experts have called for “safe supply” for some time, but reluctance from regulatory bodies and the province restricted the provision of drugs such as hydromorphone and methadone to clinical settings that require witnessed daily ingestion. https://www.theglobeandmail.com/canada/british-columbia/article-pandemic-pushes-bc-to-move-forward-on-safe-take-home-drug-supply/

“My first 48 hours out” – Naloxone-on-Release.
Guidelines for naloxone provision upon release from prison and other custodial settings. Die Ergebnisse dieses EU-Projektes, durchgeführt vom Institut für Suchtforschung an der Frankfurt University of Applied Sciences, Prof. Dr. Heino Stöver, sind jetzt veröffentlicht. Es sind Leitlinien zur Naloxon-Vergabe zur Vermeidung von Todesfällen durch Überdosierung an der Schnittstelle Haft-Freiheit. Übersetzungen in deutsch und weitere Sprachen sind in Vorbereitung: http://www.akzept.org/uploads0517/MyFirst48hoursOut.pdf

Die Schweizer Autoren Zobel und Marthaler haben einen aktuellen Bericht zu den Regulierungsmodellen weltweit vorgestellt:
http://www.akzept.org/uploads1516/BerichtCHRegulierungCannabismarkt.pdf